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Dienstag, 29.10.2019

Kreislaufwirtschaft

Ressourcen möglichst effizient und so lang wie möglich nutzen sowie Abfall minimieren, ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft. Wissen dazu vermittelt das International Master's Programme on Circular Economy (CIRCLE). Foto: pixabay

Ressourcen möglichst effizient und so lang wie möglich nutzen sowie Abfall minimieren, ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft. Wissen dazu vermittelt das International Master's Programme on Circular Economy (CIRCLE). Foto: pixabay

Neues internationales Masterprogramm bietet Top-Ausbildung mit ausgezeichneten Job-Chancen

Forschungen rund um den Klimawandel und Wege zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft bilden an der Universität Graz den Profilbereich “Climate Change Graz“. Im Bemühen um die Reduktion von Treibhausgasemissionen und angesichts weiterer wesentlicher globaler Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme richtet sich ein Fokus auf das Konzept der Kreislaufwirtschaft. Ihr Ziel: Ressourcen möglichst effizient und so lang wie möglich zu nutzen sowie Abfall zu minimieren. Grundlagenforschung in diesem Bereich leistet an der Universität Graz das Christian Doppler Labor für Nachhaltiges Produktmanagement in einer Kreislaufwirtschaft unter der Leitung von Rupert Baumgartner. Aber auch in der Lehre gibt es nun ein neues interessantes Angebot zu diesem Thema.

Internationales Masterstudium
Mit Oktober 2019 startete erstmals das “International Master's Programme on Circular Economy (CIRCLE)“ mit 18 Studierenden an der Universität Graz und ihren PartnerInnen im CIRCLE-Konsortium: „Das über Erasmus Mundus finanzierte Programm wird in Kooperation mit der Chalmers University of Technology Göteborg (Schweden), der Leiden University (Niederlande), der Delft University of Technology (Niederlande) und der Norwegian University of Science and Technology/NTNU, Trondheim (Norwegen) angeboten“, berichtet CIRCLE-Koordinator Ralf Aschemann vom Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung. Weitere Partner sind die Curtin University, Perth (Australia), die Tsinghua University, Peking (China) und die Waseda University, Tokio (Japan).
Nach dem ersten Studienjahr an einer der genannten europäischen Universitäten muss mindestens ein Semester im Ausmaß von 30 ECTS an einer anderen Partnerinstitution absolviert werden. Dabei bietet jede Einrichtung eine besondere Spezialisierung an. „An der Universität Graz lautet diese ‘Human Dimensions of Circular Economy‘. Dazu zählen etwa psychologische Aspekte, soziologische Muster und weitere Einflussfaktoren, die bei Entscheidungen von Unternehmen und KonsumentInnen eine Rolle spielen“, erklärt Aschemann.
Die Studierenden erhalten ein fundiertes Querschnittswissen zur Kreislaufwirtschaft. „Die Inhalte reichen von Tools wie etwa der Materialfluss- und der Lebenszyklus-Analyse bis hin zu Grundlagen über die innovative, nachhaltige Gestaltung von Produkten und Prozessen“, informiert der Programmkoordinator.
Das Masterstudium ist gefragt. Die TeilnehmerInnen, die jeweils ein Stipendium von 1 000 Euro monatlich plus Reisekosten und Versicherung erhalten, wurden aus international rund 400 BewerberInnen ausgewählt. Als „Double Degree“-Programm bringt das Studium einen Abschluss von zwei teilnehmenden Universitäten, ein zusätzliches Plus für die ohnehin ausgezeichneten Jobaussichten. „Die AbsolventInnen haben sehr gute Chancen für einen erfolgreichen Karrierestart in der Industrie oder auch in Behörden auf nationaler und EU-Ebene“, betont Aschemann.

Mehr Informationen unter
studien.uni-graz.at
www.emcircle.eu

Erstellt von Gudrun Pichler

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Man nehme einen nachwachsenden Rohstoff aus der Natur – zum Beispiel Holz – zerlege diesen in seine Bausteine und „bastle“ daraus mit Hilfe grüner Chemie ein funktionales Material, wie etwa eine wasserabweisende Oberflächenbeschichtung. Hat dieses einmal ausgedient, zerlege man es wieder in seine chemischen Bestandteile und baue daraus etwas Neues. Diese Idee soll die Produktion und den Lebenszyklus von Materialien und Gütern revolutionieren. In dem vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Cluster of Excellence „Circular Bioengineering“ wird daran geforscht, Produkte aus Biomasse herzustellen, nachhaltige Methoden für den Produktionsprozess zu entwickeln sowie Optionen zu eröffnen, zu Ende genutzte Erzeugnisse wieder in einen Kreislauf rückzuführen. Die Uni Graz ist Partnerin in diesem Exzellenzcluster, für den der FWF 18 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Inklusive Eigenmittel beträgt das Gesamtvolumen des Projekts 27 Millionen Euro. Der Lead liegt bei der BOKU in Wien.

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